Willy Gröer Gründer

Willy Gröer Gründer

Druckerei Gröer um 1960

Druckerei Gröer um 1960

Druckerei Gröer um 1985

Druckerei Gröer um 1985

Lieferfahrzeug Druckerei Gröer um 1930

Lieferfahrzeug Druckerei Gröer um 1930

Druckerei Gröer 2014

Druckerei Gröer 2014

Lars Gröer

Lars Gröer

Historie

Die Gründungszeit

Unser Unternehmen nahm seinen Anfang, ganz klassisch mit der „Gewerbebetriebs-Errichtung“ am 1.10.1902. Die Eintragung bei der Handwerkskammer bildete den offiziellen Start unserer Druckerei. Kurz zuvor war Carl Friedrich Willy Gröer mit der gesamten Familie nach Rabenstein gezogen. Hier gründete er die Druckerei Willy Gröer. Ein eigenes Firmengebäude und der Eintrag ins Handelsregister folgten. Vor allem in diesen Anfangsjahren war unsere Druckerei Anlaufstelle für die vielen Unternehmen aus Chemnitz. Schließlich lebten über 300000 Menschen in der Industriestadt. Der Anfang war gemacht und der Grundstein gelegt für über 100 Jahre Firmengeschichte.

Die 1930er und 40er Jahre

Durch die gute Auftragslage wuchs unsere Druckerei stetig. Bereits 1927 musste Willy Gröer den Druckereiflügel erweitern. Durch unsere Ausstattung und unsere Erfahrung konnten wir in den 1930er Jahren unseren Kunden versprechen: „Gröer druckt alles; von der einfachsten Gebrauchsdrucksache bis zum künstlerischen Mehrfarbendruck“. Vor allem Etiketten, Brief- und Geschäftspapier, Visitenkarten und Veranstaltungsplakate waren gefragte Drucksachen. Als der Gründer Willy Gröer sen. am 1.1.1930 ausschied und die Firma an eine offene Handelsgesellschaft übergab, wurden seine Söhne Willy und Erich Gröer die neuen Gesellschafter und Geschäftsführer. Beide legten 1932 erfolgreich die Meisterprüfung ab. Wie für viele Unternehmen auch, war die darauffolgende Zeit des 2. Weltkrieges besonders hart. So mussten beide Geschäftsführer als Soldaten in den Krieg. Fridel Hönisch, die Frau von Willy Gröer jr., hielt währenddessen das Geschäft mit großem Einsatz am Laufen.

Die Nachkriegszeit bis 1949

Mit Kriegsende begann die wohl kritischste Phase der Unternehmensgeschichte. Alles, was für den Betrieb der Druckerei notwendig war, war knapp und kaum vorhanden. Papier, Strom und Heizmaterialien waren nur schwer zu beschaffen. Auch Ersatzteile für die Maschinen gab es kaum. Zudem wurde die Arbeit in der Druckerei kurz nach Ende des Krieges zwei Mal verboten. Die russische Kommandantur konnte nur schwer von einer Wiederaufnahmen der Arbeiten überzeugt werden. Doch es gelang! So konnte die gesamte Mannschaft der Druckerei mit einem Neuanfang starten und nach vorn blicken. Besonders stieg in dieser Zeit die Nachfrage nach Veranstaltungsplakaten und Prospekten. Trotz alledem blieb die Situation angespannt. Strom und Kohle waren weiterhin knapp.

1949 - 1989

Mit der Gründung der DDR entstand zwar ein neuer Staat, aber die Probleme blieben. Vor allem die Beschaffung von Papier und Ersatzteilen waren bis zur Wende 1990 die Sorgenkinder unserer Druckerei. Dennoch ging es voran, und so wurden wir 1950 wieder in die Handwerksrolle und ein Jahr später auch wieder in die Handwerkskammer aufgenommen. Dies rettete uns besonders in den 1970er Jahren vor der Verstaatlichung. Diese Sicherheit ermöglichte uns zudem eine stetige Erweiterung. So wurde unser Druckereigebäude immer wieder vergrößert und den wachsenden Ansprüchen angepasst. Außerdem konnten wir erreichen, dass uns 1964 der Kauf eines neuen LKWs - einem DKW Audi F8 - genehmigt wurde. Er wurde ein so treuer Begleiter, dass er noch heute zum Unternehmen gehört! Transportiert wurden damit die vielen neuen Erzeugnisse unserer Druckerei. Speisekarten für Hotels und Gaststätten wurden immer beliebter, ebenso Prospektmaterialien für Betriebe des Werkzeugmaschinenbaus. Auch in der Unternehmensführung tat sich in dieser Zeit Einiges: Willy und Erich Gröer schieden im Laufe der Zeit aus, bis Knut und Uwe Gröer, beides Söhne von Erich Gröer, die Firma 1977 übernehmen und bis 1989 gemeinsam führten.

Nach der Wende - die 1990er

Unsere Druckerei teilte 1989 das Schicksal der meisten Unternehmen in der DDR: In der bestehenden Form waren wir nicht konkurrenzfähig gegenüber Druckereien aus Westdeutschland. Es musste viel getan werden, und daher beschlossen wir eine umfassende Umstrukturierung. Die verwendeten Druckverfahren waren nicht mehr zeitgemäß und bis 1994 galt es, neue Strukturen zu schaffen und neue Techniken und Maschinen in das Unternehmen zu integrieren. Gestärkt gingen wir aus dieser aufregenden und gleichzeitig herausfordernden Zeit hervor und konnten nicht nur unser Angebot um moderne Flyer und Prospekte erweitern. Auch baulich musste unser Drucksaal an die neuen Belastungen angepasst werden. Aber wir haben die 1990er gemeistert und damit das Fundament für unsere heutige Marke gelegt.

2000 bis heute

Die Jahrtausendwende brachte abermals viele Neuerungen, und die Digitalisierung der Drucktechnik stellte uns vor neue Herausforderungen. Moderne Rechentechnik und fortschrittliche Software hielten bei uns Einzug. Ein Meilenstein war 2004 die Anschaffung eines digitalen Plattenbelichters. Damit konnten wir Druckplatten nun vom Computer aus digital belichten und direkt im Druckprozess einsetzen. Ein Jahr später erfolgte konsequent die komplette Umstellung auf digitale Plattenbelichtung. Durch diese technische Ausstattung konnten wir unser Angebot erneut erweitern. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde der Platz in unserer alten Druckerei endgültig zu knapp. Daher sind wir erneut einen großen Schritt mit einem kompletten Neubau gegangen. Seit 2013 haben sich mit unserem neuen Druckgebäude die Bedingungen in allen Bereichen der Druckerei von Grund auf verändert und verbessert. Wir haben nun deutlich mehr Platz und auch mehr Möglichkeiten, die Druckvorhaben unserer Kunden perfekt umzusetzen. Denn die Zeiten ändern sich und damit auch Ihre Wünsche. Das ist der Grund, warum wir uns seit 1902 kontinuierlich weiterentwickeln. Und das ist auch der Grund, warum wir seit 1902 ein erfolgreiches Familienunternehmen sind!